Schlimmste Trash-Folge aller Zeiten? RTL teilt Statement zu „Bad Boyfriends“ nach verstörenden Szenen. Fans fordern TV-Aus!
Handy-Check wird bei „Bad Boyfriends“ zum Albtraum
Eigentlich sollen bei Bad Boyfriends nur problematische Beziehungsmuster offengelegt und aufgearbeitet werden. Doch die vierte Folge des neuen RTL+-Formats hinterlässt bei vielen Zuschauern vor allem Fassungslosigkeit. Beim Handy-Check durchsucht Michelle Mišić (29) die Smartphones ihres Partners Maki Doric (32) und entdeckt auf einem Zweitgerät intime Fotos und Videos einer anderen Frau. Maki behauptet, die Aufnahmen seien ihm über Instagram zugeschickt worden. Dann fällt ein Satz, der die ohnehin beklemmende Situation endgültig kippen lässt: „Es ist etwas passiert mit dieser Frau. Diese Frau wurde getötet von ihrem Freund.“ Ob diese Darstellung den Tatsachen entspricht, ist öffentlich nicht geklärt. Michelle zeigt sich von dem Fund und Makis Erklärung sichtlich überfordert – doch die Sendung geht anschließend weiter.
Wurden wirklich Nacktfotos einer Toten ausgestrahlt?
Sehen konnten die Zuschauer das Foto, das eine getötete Frau zeigen soll nicht – doch für die Zuschauer reicht allein die Tatsache, dass Maki offenbar solche Bilder auf dem Handy hat aus, um bestürzt zu reagieren. Dass ein möglicher Femizid so beiläufig Teil der Sendung ist, empfinden viele als taktlos. Eine Zuschauerin kritisiert auf Instagram: „Für mich wirkt das respektlos gegenüber den Angehörigen.“ Vor allem eine deutlichere Einordnung des sensiblen Themas wurde zunächst vermisst.

„Bad Boyfriends“: Fans ziehen die Reißleine
In den sozialen Netzwerken entlädt sich nach der Folge heftiger Unmut. Zuschauer werfen der Produktion vor, eine mögliche tödliche Gewalttat wie einen beiläufigen Reality-Knall behandelt zu haben. „Das Format ist durch für mich. Sowas will ich nicht supporten“, lautet einer der Kommentare. Einzelne Nutzer fordern sogar, die Sendung abzusetzen. Doch Maki liefert sogar noch weiteren Zündstoff: Er gibt zu, Michelle virtuell betrogen und die anderen Kandidaten zuvor angelogen zu haben. Vor einer möglichen Eliminierung richtet er zudem eine unmissverständliche Ansage an die Männer: „Und wenn mir jemand was Großes wegnimmt, dann habt ihr ein ganz großes Problem.“ Statt Verständnis erntet er damit Zweifel daran, ob ihm die Beziehung oder sein öffentliches Image wichtiger ist.
RTL räumt Fehler ein und passt die Folgen an
Zunächst erklärte RTL, die Konfrontation mit dem Zweithandy sei ein zentraler Bestandteil der Beziehungsgeschichte von Michelle und Maki gewesen. Die Darstellung habe sich auf das erforderliche Maß beschränkt; außerdem sei den Teilnehmern psychologische Betreuung angeboten worden. Nach der anhaltenden Kritik schlägt der Sender nun jedoch deutlich selbstkritischere Töne an. In einem Instagram-Statement heißt es Dienstag: „Nach einer erneuten sorgfältigen Prüfung der bereits ausgestrahlten vierten Folge sowie der weiteren Folgen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir die Sensibilität der Thematik und der gezeigten Situation nicht ausreichend gekennzeichnet und eingeordnet haben. Das bedauern wir.“ RTL kündigt deshalb an, sowohl die bereits veröffentlichte Folge als auch die noch ausstehenden Episoden anzupassen. Ein TV-Aus ist das nicht – aber ein klares Eingeständnis, dass hier eine Grenze überschritten wurde. Ob den Fans das reicht?
