„Jahrelang gekämpft und gebetet!“ Albtraum-Internat wird Lizenz entzogen: Paris Hilton kann nun endlich aufatmen.
Für Paris Hilton (45) ist es ein Moment, auf den sie jahrelang gehofft hat: Der US-Bundesstaat Utah hat der Provo Canyon School die Betriebslizenz entzogen – jener Einrichtung, in der die Hotelerbin nach eigenen Angaben als 16-Jährige sowohl psychische als auch körperliche Gewalt erfahren haben soll.
Die Provo Canyon School beschreibt sich selbst als psychiatrische Behandlungseinrichtung für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren. Auf Instagram zeigte sich Paris vergangene Woche sichtlich bewegt. Der Beschluss sei die Nachricht, „für die ich jahrelang gekämpft und gebetet habe“, schrieb sie. Auch gegenüber dem People-Magazin machte sie ihre Erleichterung deutlich: „Das kleine Mädchen in mir, dem gesagt wurde, dass ihm niemand glauben würde, fühlt sich heute endlich bestätigt.“ Den Lizenzentzug sehe sie sowohl für sich, als auch für die vielen anderen ehemaligen Schüler, die das selbe erlebt hätten, als wichtigen Erfolg.

Warum Paris so lange dafür gekämpft hat
Seit Jahren setzt sich Paris Hilton dafür ein, auf Missstände in sogenannten Erziehungs- und Therapieeinrichtungen aufmerksam zu machen. 2020 sprach sie in ihrer Dokumentation „This Is Paris“ erstmals öffentlich über ihre Erlebnisse. Darin berichtet sie von Demütigungen, Isolation und körperlicher Gewalt während ihrer Zeit an der Provo Canyon School. Außerdem schildert die 45-Jährige, sie und andere Mädchen seien damals mitten in der Nacht – oft gegen drei oder vier Uhr morgens – von Mitarbeitern in einen Raum gebracht und dort „medizinisch“ untersucht worden. Die Untersuchungen seien jedoch nicht von Ärzten, sondern von Angestellten der Einrichtung durchgeführt worden. Dabei habe man sie auf einen Tisch gelegt und im Intimbereich untersucht. Rückblickend bewertet Paris diese Erlebnisse als sexuellen Missbrauch.
Vorerst nur ein Etappensieg für Paris Hilton
Erst im Juni kehrte Paris Hilton an die Schule zurück, um zwei Familien zu unterstützen, die gegen die Einrichtung klagen. Der nun erfolgte Lizenzentzug ist das Ergebnis zahlreicher Verstöße, die seit 2025 dokumentiert wurden. Bereits im Mai hatten die Gesundheitsbehörden Auflagen verhängt, nachdem ein schwer verletzter Jugendlicher offenbar nicht umgehend medizinisch versorgt worden war. Die Schule steht inzwischen unter einen neuen Leitung. Diese betont, zu den Vorfällen aus der Zeit vor der Übernahme – und damit auch zu Paris Hiltons Schilderungen – keine Stellung nehmen zu können. Bis spätestens 6. August muss die Einrichtung ihren Betrieb einstellen. Ganz abgeschlossen ist der Fall allerdings noch nicht: Gegenüber dem US-Sender FOX 13 erklärte die Schulleitung, man halte den Lizenzentzug für falsch und prüfe derzeit rechtliche Schritte – einschließlich eines Einspruchs. Solange das Verfahren laufe, wolle man sich nicht weiter äußern.
