Verarbeitete er so eine Trauer? Pünktlich zum neuen Album: Harry Styles spricht erstmals über Tod von Liam Payne
Mitten in der Promotion für sein neues Album wird es plötzlich sehr persönlich: Harry Styles (32) spricht erstmals ausführlich über den Tod seines früheren Bandkollegen Liam Payne (†31). Die beiden wurden einst gemeinsam mit One Direction zu Weltstars – umso schwerer wiegt der Verlust. Im Gespräch mit Moderator Zane Lowe bei Apple Music gesteht der Sänger, wie sehr ihn die Tragödie getroffen hat. „Ganz offen: Schon die Idee, darüber zu sprechen, fühlt sich an, als würde ich damit ein bisschen kämpfen“, sagt er. Liam war im Oktober 2024 nach einem Sturz von einem Hotelbalkon in Buenos Aires gestorben. Für Harry Styles ist es das erste Mal, dass er öffentlich so offen über seine Trauer spricht und dieser Moment bewegt viele Fans.
Ein Verlust, der alles verändert hat
Der Sänger macht im Interview deutlich, wie tief ihn der Tod seines Freundes erschüttert hat. „Es ist so schwierig, einen Freund zu verlieren. Es ist schwierig, jeden Freund zu verlieren, aber es ist so schwierig, einen Freund zu verlieren, der dir in so vieler Hinsicht so ähnlich ist“, sagt Harry Styles. Besonders schwer sei für ihn gewesen, dass ein so persönlicher Verlust plötzlich öffentlich wird. Er habe lernen müssen zu akzeptieren, „wie seltsam“ es sei, wenn andere „einen Teil deiner Trauer besitzen“. Über Liam findet er besonders warme Worte: Er habe in ihm „jemanden mit dem freundlichsten Herzen“ gesehen, „der einfach großartig sein wollte“. Für den Popstar ist der Verlust offensichtlich zu einem Wendepunkt geworden. Definitiv privat, vielleicht aber auch beruflich?

Hat das neue Album von Harry Styles auch mit seiner Trauer zu tun?
Pünktlich zu dieser emotionalen Offenheit erscheint nun sein neues Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally.“ Teile davon entstanden in den legendären Hansa Studios in Berlin. Musikalisch ist die Platte überraschend lebensfroh: viele tanzbare Songs, elektronische Einflüsse und eine Atmosphäre, die stark vom Berliner Nachtleben geprägt ist – sogar im berühmten Club Berghain wurde Styles gesichtet. Doch gerade diese Energie lässt manche Fans spekulieren: Könnte das Album auch eine Art indirekte Verarbeitung seiner Trauer sein? Schließlich sagt der Sänger selbst, dass Liams Tod ihn zum Nachdenken gebracht habe. Der Verlust sei ein „wirklich wichtiger Moment“ gewesen, um sich zu fragen: „Was will ich mit meinem Leben machen? Wie will ich mein Leben leben?“
Musik als Hommage an das Leben
Statt sich in Melancholie zu verlieren, scheint Harry Styles eine andere Konsequenz gezogen zu haben. Seine Haltung fasst er im Interview in einem Satz zusammen: „Die größte Art, Freunde zu ehren, die sterben, ist, sein Leben so vollständig wie möglich zu leben.“ Genau dieses Lebensgefühl spürt man auch auf seinem neuen Album. Zwischen Dancebeats, großen Popmomenten und experimentellen Sounds wirkt die Platte fast wie eine Feier des Augenblicks. Ob bewusst oder nicht – manche Fans hören darin auch eine stille Hommage an Liam Payne. Sicher ist nur: Mit seiner offenen Art, über den Verlust zu sprechen, zeigt der Brite eine Seite, die man von dem sonst so privaten Superstar nur selten sieht.
