voXXclub im Exklusiv-Interview: „Wir dürfen in Brasilien Hollywood-Luft schnuppern!“
Mit ihrer neuen Single „Herz sticht“ rockt die Hochland-Boyband wieder die Bühnen – und zwar nicht nur hierzulande: Die Alpenrocker sind Superstars in Südamerika und Asien! Wir sprachen mit voXXclub-Sänger Michi Hartinger (42) über Freundschaft, globalen voXXclub-Hype und ein Lebensgefühl, das ansteckt.
INSIDE: Von Herzklopfen bis Herzstichen – gibt es eine Liebesgeschichte, die euch richtig beeindruckt?
Michael Hartinger: Oh ja, unsere eigene. Wir Jungs sind alle super eng befreundet. Stefan ist sogar der Taufpate meines Sohnes. Wir fahren auch alle zusammen mit unseren Familien in den Urlaub. Letztes Jahr waren wir auf Mallorca, dieses Jahr waren wir in den Alpen, haben uns dort eine Hütte gemietet. Das ist jedes Jahr ein Highlight bei uns.
In eurem Song geht’s um die Liebe auf den ersten Blick. Glaubt ihr denn selber daran?
Ja, voll! Also nicht nur glauben, ich habe das auch schon mehrfach erlebt – zumindest dass es einen voll umhaut. Aber Liebe fängt dann eigentlich etwas später an. Jeder Partner hat Eigenheiten, an die man sich gewöhnen darf und wenn man diese akzeptiert, mit allen Ecken und Kanten, ist es Liebe – und das wächst mit der Zeit.
voXXclub weltweit: Alpenrock erobert Brasilien & Asien
Ob Brasilien oder China – ihr trefft mittlerweile Fans auf der ganzen Welt. Wie fühlt sich dieser Erfolg für euch an?
In Blumenau (Anm. d. Redaktion: Brasilien) kennt uns wirklich jeder. Dort sind wir voXXclub-Jungs die Backstreet Boys der Alpen. Wir können nicht unerkannt über die Straße laufen.
Das klingt nach Hollywood. Wie kam es dazu?
Anscheinend stehen die Menschen auf das positive Lebensgefühl, das wir ausstrahlen – und auf Männer in Lederhosen (lacht). Es waren noch nie so viele Menschen auf dem Oktoberfest in Blumenau wie bei unserem Auftritt. Das ist wirklich ein tolles Privileg dort auftreten zu dürfen. Bei der Krönung der Königin von Blumenau haben sie nur unsere Musik gespielt. Brasilien und voXXclub ist ein Herz und eine Seele! Das ist schon toll, wenn man da rüber fliegt und so viel Herzlichkeit und Freude mitbekommt. Aber man ist auch froh, wenn man nach einer Woche wieder nach Hause fährt und es hier etwas ruhiger zugeht. Denn diese Trubel auf Dauer kann auch anstrengend sein. Wir können jetzt jeden Hollywoodstar verstehen, dass es kein leichtes Leben ist, wenn man so bekannt ist. Das ist dort wie eine große voXXclub-Blase, in der wir Hollywood-Luft à la Leonardo di Caprio schnuppern dürfen.

Ist das Oktoberfest vergleichbar mit dem in München?
Es ist ähnlich und doch komplett anders. Dort gibt es keine Zelte, sondern Hallen. Männer tragen Lederhosen, die nicht aus Leder, sondern aus Stoff sind. Auch die Dirndl sind kürzer. Es gibt keine Tische und Bänke, weil alle tanzen. Die Menschen tanzen dort für ihr Leben gern. Wenn man die Hand auf der Bühne hebt, heben 15.000 Menschen die Hand – wenn du dich nach rechts bewegst, bewegen sich 15.000 Menschen nach rechts. Das ist der Wahnsinn!
Welches Erlebnis ist dir dort besonders in Erinnerung geblieben?
Wir besuchen Schulen, gerade auch in ärmlichen Regionen. Wir kommen dahin und die Kinder freuen sich so sehr! Dann singen wir gemeinsam und sie tanzen mit uns. Man sieht einfach, diese Kinder besitzen nicht viel und wenn dann jemand kommt und mit ihnen tanzt, dann geht ihnen das Herz auf – und das berührt mich als Papa wirklich extrem. Und ich bin so dankbar, dass ich den Kindern dieses Gefühl von Freude geben darf und gleichzeitig wird mir vor Augen geführt, wie gut wir es zu Hause haben.
Gibt es weitere Länder, in denen ihr gerne auftreten würdet?
Ja, definitiv! Chile hat schon mal angefragt, mit Neuseeland sind wir in Kontakt. Und wir hatten Anfragen aus dem Senegal. Im Januar geht‘s aber erstmal auf Fan-Reise nach Lappland.
Zwischen voXXclub-Tourbus und Kinderzimmer
Wenn ihr so viel unterwegs seid, dann seid ihr oft nicht zu Hause. Das ist wahrscheinlich schwierig, oder?
Die ersten zwei bis drei Jahre hatten wir 300 Auftritte im Jahr. Das war zwar geil, aber auch brutal hart. Das zehrt an den Kräften und die Lieben zu Hause mussten wirklich etwas mitmachen. Als dann die ersten Kinder ins Spiel kamen, musste ich sagen: „Ich toure gerne mit euch um die Welt, aber ich will meine Jungs sehen, denn diese Zeit kommt nie wieder“. Und ich war froh, als der nächste Kollege Papa wurde. Jetzt haben drei Bandmitglieder Kinder und die anderen zwei sind sehr verständnisvoll für unsere Familiensituation. Ansonsten haben wir einen Deal: Von Montag bis Mittwoch ist Family-Zeit – und von Donnerstag bis Sonntag ist voXXclub-Zeit. Das will ich so auch nicht mehr missen. Das coole ist, wenn ich frei habe, dann bin ich auch 24 Stunden für meine Kids da. Ich stehe mit ihnen auf, hole sie von der Schule ab.
Wie bereitet ihr euch auf Konzerte vor – gibt es besondere Rituale oder Gepflogenheiten?
Oh ja! Ich bin richtig abergläubisch. Ich gehe nie ohne meine Kette, die ich von meinen Liebsten bekommen habe, auf die Bühne. Ich trage immer ein Armband von meinen Kindern und einen Ring, der mir Kraft gibt. Und wir Jungs haben auch ein Ritual. Das ist ganz lustig, weil bei jeder neuen Tour ein neues Element dazukommt. Mittlerweile dauert es schon zwei Minuten, bis wir unser Ding durchgezogen haben. Aber in dem Moment wissen wir: Okay, wir gehen jetzt auf die Bühne und können uns auf uns verlassen.

Geheime Reality-Träume von voXXclub
Habt ihr eine Leidenschaft für Reality-Shows?
Früher war ich ein richtiger Reality-Junkie. Ich habe es geliebt Mäuschen zu spielen und kenne auch einige Kollegen, die dort schon mitgewirkt haben. Da habe ich sie nochmal von einer ganz anderen Seite gesehen. Ich finde das auch sehr lustig. Das Format 7 vs. wild finde ich mega, da kann man wirklich etwas lernen!
Und was haltet ihr von Formaten wie Sommerhaus der Stars?
Ja, da gab es ja schon den ein oder anderen Ausraster von diversen Promis. Es hat natürlich schon einen faden Beigeschmack den Menschen da so sehen zu müssen – und in einer Reality-Show wird das Verhalten natürlich provoziert. Die Zuschauer wollen die düsteren Seiten der Promis sehen.
Könntet ihr euch vorstellen, selbst einmal in einer Reality-Show mitzuwirken?
Wir könnten uns sehr gut vorstellen in diversen Formaten teilzunehmen. Mich würde Let’s Dance sehr reizen, der Bini würde gerne ins Dschungelcamp. Aber es scheitert an der Zeit, da wir viel auf voXXclub-Tour sind. Aber reizen würde es uns definitiv.
Auf einer Reise passierte das Unglaubliche …
Bei dir wurde im Babyalter Zöliakie festgestellt. Eine Krankheit, die als nicht heilbar gilt. Nach einer spirituellen Reise bist du nun wieder gesund und kannst alles essen.
Ja, das ist tatsächlich eine verrückte Wunderheilung, die sich niemand richtig erklären kann. Als Baby konnte ich keine Nahrung bei mir behalten. Mein damaliger Kinderarzt kam auf die Idee mich auf eine Glutenunverträglichkeit zu testen. Tatsächlich lag er richtig. Bis ich 12 Jahre alt war, musste ich jedes Jahr einen Schlauch bei vollem Bewusstsein schlucken, um zu schauen, ob mein Darm entzündet war. Glutenfreie Produkte gab es Anfang der 80er Jahre kaum. Dann kam die Reise nach Lourdes – einem Wallfahrtsort in Frankreich. Dort gab dieses Wallfahrtswasser – und bei der nächsten Untersuchung war die Krankheit nicht mehr nachweisbar. Es wurde danach nochmal getestet – ich habe dann normales Brot und Nudeln gegessen und auch vor zwei Jahren war alles in Ordnung.
Zukunftspläne sind in vollem Gange
Worauf dürfen sich eure Fans 2026 freuen?
Wir sind gerade in den Vorbereitungen für die Tour Lederho’sn Inferno. Der Name ist Programm und wir werden die Lederhosen brennen lassen. Wir haben uns richtig viele Showmomente überlegt, wo auch die Fans involviert sind. Zudem gibt es fünf bis sechs neue Songs, die bald rauskommen. Das voXXclub-Rad dreht sich immer weiter …

